ANC-NEWS Duisburg - Großeinsatz am frühen Dienstagmorgen im Weißen Riesen an der Ottostraße 58–64. Stadt Duisburg und Polizei haben eine umfangreiche Kontrolle in dem als Problemimmobilie bekannten Hochhaus begonnen. Ziel des Einsatzes ist es, mögliche Verstöße gegen das Melderecht aufzudecken und offene Haftbefehle zu vollstrecken. Im Mittelpunkt steht eine melderechtliche Überprüfung. Die Einsatzkräfte kontrollieren, ob sich in den Wohnungen tatsächlich die Personen aufhalten, die dort offiziell gemeldet sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob gegen Bewohner offene Haftbefehle vorliegen, die unmittelbar vollstreckt werden können. Neben einer Vielzahl von Polizeikräften sind auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowie der Ausländerbehörde im Einsatz. Gemeinsam wollen die Behörden mögliche Unregelmäßigkeiten aufdecken. Nach Angaben der Stadt dient die Kontrolle dazu, Verstöße gegen das Melderecht festzustellen. Solche Einsätze führen nach Erfahrungen der Behörden immer wieder dazu, Fälle von Sozialleistungsmissbrauch aufzudecken. Die aktuelle Aktion knüpft an einen ähnlichen Großeinsatz aus dem Herbst 2024 an. Es werden heute gezielt die Wohnungen überprüft, die damals nicht bezogen waren, also bei denen niemand geöffnet hat oder bei denen keine Mietverträge bestanden. Wie viele der insgesamt rund 320 Wohnungen im Weißen Riesen diesmal kontrolliert werden, konnte die Stadt am Morgen noch nicht beziffern. Der Weiße Riese gilt seit Jahren als eine der bekanntesten Problemimmobilien Duisburgs. Immer wieder führen Stadt und Polizei dort gemeinsame Kontrollen durch, um gegen illegale Wohnverhältnisse, Verstöße gegen das Melderecht und weitere Ordnungswidrigkeiten vorzugehen.
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