ANC-NEWS Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) - Ein größerer Polizeieinsatz hat am Sonntagvormittag kurz vor der Autobahnauffahrt Witten-Stockum für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Straße wurde weiträumig gesperrt, während Einsatzkräfte auf der Fahrbahn, dem Standstreifen und dem Gehweg nach Spuren suchten. Gegen 10:22 Uhr entdeckte die Besatzung eines Rettungswagens zufällig eine bewusstlose Frau auf der Straße. Sie wurde umgehend notfallmedizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Da zunächst völlig unklar war, wie sie zu ihren Verletzungen kam, leitete die Polizei eine Großfahndung im gesamten Ruhrgebiet ein. Nach bisherigen Erkenntnissen schließen die Ermittler aus, dass die Frau allein gestürzt ist. Stattdessen werden derzeit mehrere Szenarien geprüft. So könnte sie von einem Fahrzeug erfasst worden sein, dessen Fahrer anschließend vom Unfallort flüchtete. Ebenso wird untersucht, ob die Frau möglicherweise nach einem Streit gezielt angefahren wurde oder ob sie verletzt aus einem Fahrzeug geworfen worden sein könnte. Der Fundort befindet sich nur rund 100 Meter von der Auffahrt zur A44 entfernt. In unmittelbarer Nähe liegt zudem ein großer Parkplatz eines Gartencenters, der am Sonntagvormittag nahezu menschenleer war. Die Ermittler gehen deshalb auch der Frage nach, warum sich die Frau überhaupt an diesem Ort aufhielt und ob sie sich dort möglicherweise mit jemandem verabredet hatte. Für die umfangreiche Spurensicherung war unter anderem ein Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei im Einsatz. Die Spezialisten sicherten Spuren am mutmaßlichen Ereignisort und fertigten mit einer Drohne Luftaufnahmen an, um den Bereich detailliert zu dokumentieren. Die Frau wird weiterhin im Krankenhaus behandelt und konnte aufgrund ihrer Verletzungen bislang noch nicht vernommen werden. Die Ermittlungen zum genauen Geschehensablauf dauern an.
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