Flammenmeer in Hinterhof - Werkstatt durch Rauch und Hitze beschädigt - Asbestverdacht erschwert Nachlöscharbeiten - Anwohner vorsorglich evakuiert - Umweltamt untersucht Rußbelastung an umliegenden Fahrzeugen
ANC-NEWS Essen - In der Nacht zu Samstag (18.04.) ist die Feuerwehr Essen um 1:33 Uhr zu einem Brand an der Theodor-Hartz-Straße im Stadtteil Essen-Bochold alarmiert worden. Im Hinterhof eines Gebäudes war ein größerer Fahrzeugunterstand in unmittelbarer Nähe zu einer Werkstatt in Brand geraten. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bot sich ein dramatisches Bild: Ein massives Flammenmeer schlug den Feuerwehrleuten entgegen, begleitet von dichtem Brandrauch und starkem Funkenflug. Schnell wurde klar, dass ein größerer Holzunterstand, in dem sich mehrere Fahrzeuge befanden, in Vollbrand stand. Besonders kritisch war die Lage, da sich das Feuer auf der Rückseite angrenzender Gebäude ausbreitete und ein Übergreifen nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Feuerwehr leitete umgehend einen umfangreichen Löschangriff ein. Mit mehreren handgeführten Strahlrohren gelang es den Einsatzkräften, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude erfolgreich zu verhindern. Dennoch brannten der Unterstand sowie mehrere Fahrzeuge vollständig aus. Eine direkt angrenzende Werkstatt wurde durch die Hitze und Rauchentwicklung ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Einsatzkräfte untersuchen das Gebäude derzeit gründlich und öffnen Teile des Daches, um versteckte Glutnester abzulöschen. Dabei stellt insbesondere das mutmaßlich asbesthaltige Dachmaterial eine zusätzliche Herausforderung dar. Aus diesem Grund greift ein spezielles Schutz- und Hygienekonzept für Einsätze mit Asbest. Zur weiteren Bewertung der Gefahrenlage wird das Umweltamt der Stadt Essen hinzugezogen. Es sollen Proben genommen werden, um mögliche Schadstoffbelastungen zu analysieren und geeignete Maßnahmen festzulegen. Durch den Brand wurden zudem zahlreiche umliegende Fahrzeuge mit Rußpartikeln bedeckt. Diese Partikel haben sich nach dem Brand aus der Luft auf den Oberflächen abgesetzt. Auch hier wird das Umweltamt untersuchen, wie eine fachgerechte Reinigung erfolgen muss. Im Einsatz waren ein Großaufgebot an Kräften, darunter zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Borbeck sowie mehrere Rettungsdienstfahrzeuge. Insgesamt konnte die Einsatzstelle unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Vorsorglich wurde jedoch ein nahegelegenes Gebäude evakuiert. Die betroffenen Bewohner wurden vorübergehend von Rettungskräften auf der Straße betreut. „Dank des schnellen und massiven Einsatzes konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden“, erklärte Christian Schmücker, Pressesprecher der Feuerwehr Essen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun.
- inkl. O-Ton Christian Schmücker - Pressesprecher Feuerwehr Essen
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