Mittwoch, 9. September 2026

18.000 Liter Propan an Bord: Tanklaster droht in Essen Abhang hinunterzurutschen

Lkw-Fahrer folgt seinem Navi auf viel zu schmalen Weg - Fahrbahn bricht unter schwerem Tanklaster weg - Feuerwehr sichert Fahrzeug gegen Abrutschen - 18.000 Liter Propan müssen abgepumpt werden - Großer Kran zur Bergung erforderlich

ANC-NEWS Essen - Ein ungewöhnlicher und aufwendiger Einsatz hat die Feuerwehr Essen am Mittwochvormittag (09.09.) beschäftigt. Gegen 10.25 Uhr wurden die Einsatzkräfte zur Freiherr-vom-Stein-Straße in der Nähe des Seaside Beach alarmiert. Dort war ein mit rund 18.000 Litern Propan beladener Tanklaster in eine gefährliche Schräglage geraten und drohte, einen Abhang hinunterzurutschen. Nach ersten Informationen wollte der Fahrer mit seinem Tanklaster einen Kunden beliefern und folgte dabei den Anweisungen seines Navigationsgerätes. Von der Lerchenstraße aus wurde er auf einen sehr schmalen Weg geführt. Dieser wurde im weiteren Verlauf immer enger, bis der Fahrer mit seinem schweren Fahrzeug schließlich nicht mehr weiterkam. Bei dem Versuch, den Tanklaster noch ein kurzes Stück zu bewegen, brachen Teile der Betonfahrbahn unter dem Gewicht des Fahrzeuges weg. Der Lkw geriet daraufhin in eine gefährliche Lage und drohte seitlich einen Abhang hinunterzurutschen. Die alarmierte Feuerwehr verschaffte sich zunächst einen Überblick über die Situation. Anschließend wurde der Tanklaster mit technischem Gerät gegen ein weiteres Abrutschen gesichert. Aufgrund der Ladung stellte die Feuerwehr zudem vorsorglich den Brandschutz an der Einsatzstelle sicher. Für die weitere technische Hilfeleistung wurde ein zusätzlicher Tankwagen des Unternehmens zur Einsatzstelle gerufen. Die rund 18.000 Liter Propan sollen zunächst aus dem festgefahrenen Fahrzeug abgepumpt werden. Dadurch soll das Gewicht des Tanklasters deutlich reduziert und eine möglichst sichere Bergung ermöglicht werden. Im Anschluss ist der Einsatz eines großen Krans vorgesehen. Mit dessen Hilfe soll der Tanklaster aus seiner Zwangslage gehoben und zurück auf einen sicheren Untergrund gebracht werden. Der Fahrer blieb bei dem Vorfall unverletzt. Aufgrund der aufwendigen Sicherungs-, Umpump- und Bergungsarbeiten zog sich der kuriose Feuerwehreinsatz über mehrere Stunden hin.

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