ANC-NEWS Mülheim an der Ruhr - Vor dem Werk des Rüstungsunternehmens KNDS in Mülheim haben Klima-Aktivisten am Freitagmorgen (29.05.) mit einer Blockadeaktion gegen die Rüstungsindustrie protestiert. Die Demonstrierenden versammelten sich vor dem Werkstor an der Friedrich-Ebert-Straße und verhinderten zeitweise den regulären Schichtwechsel. Nach Angaben des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ beteiligten sich rund 200 Menschen an der Protestaktion. Demnach konnte die Nachtschicht das Werksgelände noch verlassen, Beschäftigte der Frühschicht seien jedoch nicht mehr auf das Gelände gelangt. Die Aktivisten begründen ihre Aktion mit ihrer Kritik an der Produktion von Rüstungsgütern und den Auswirkungen von Krieg und Aufrüstung auf Klima und Gesellschaft. Die Polizei bestätigte eine nicht angemeldete Versammlung vor dem Werk. Während die Einsatzkräfte am frühen Morgen zunächst von mindestens 40 Teilnehmenden ausgingen, wurde die Zahl der Protestierenden im Laufe des Vormittags auf etwa 120 Personen geschätzt. Nach Angaben der Behörden verlief die Kundgebung bislang friedlich. Um die Situation zu sichern, sperrte die Polizei eine Fahrspur unmittelbar vor dem Werksgelände. Der Verkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße konnte dennoch weitgehend ohne größere Behinderungen fließen. Die Demonstrierenden hielten sich weiterhin direkt vor der Werkseinfahrt auf. Die Einsatzkräfte versuchten dabei, die Blockade der Zufahrt aufzulösen und die Teilnehmenden zur genehmigten Mahnwache zu bewegen. Diese befindet sich rund 150 Meter vom Werkstor entfernt an der Friedrich-Ebert-Straße. Die Polizei forderte die Demonstrierenden auf, die Blockade freiwillig zu beenden. Sollte dies nicht geschehen, könnten weitere Maßnahmen zur Räumung der Zufahrt folgen. Zum Zeitpunkt der Gespräche blieb die Lage vor Ort jedoch ruhig. Das Werk von KNDS, das auf dem Gelände der ehemaligen Friedrich-Wilhelms-Hütte angesiedelt ist, gehört zu den bedeutenden Standorten der deutschen Rüstungsindustrie. Die Protestaktion reiht sich in eine Serie von Demonstrationen ein, mit denen Klimaschutzgruppen verstärkt auf die Verbindungen zwischen Aufrüstung, Ressourcenverbrauch und Klimakrise aufmerksam machen wollen.
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